Wie wird man eigentlich ein Herr Querdenker?

Wie wird man eigentlich ein Herr Querdenker?

Alles begann 1988 auf der kleinen schwedischen Insel „Sandham“.

Wir segelten von Stockholm durch den Schärengarten und erreichten abends unser Ziel.

Wir – das waren 25 MitarbeiterInnen des „Hans Brindfors Annonsbyrå“. (Damals die beste

Werbeagentur in Europa).

Am Abend gab es ein kleines Abendessen, so war es gedacht. Aber da, wo Schweden zusammen sind, wird aus einem kleinen „Middag“, schnell ein Fest. Es wurde viel erzählt, viel gelacht. Und … viel getrunken.

Als wir am nächsten Morgen um 08.00 (!) Uhr in den Seminarraum stolperten, verschlafen und verkatert, hatte ich eigentlich nur einen Wunsch. Hoffentlich geht das Seminar über „lateral thinking“ schnell vorbei.

Doch dann geschah das Wunder. Es gab keine Erscheinung. Kein Erdbeben. Alles begann mit einer einfachen  (und  doch verdammt schwierigen) Frage:

„Eine Frau bringt in einer Nacht zwei Söhne zur Welt. Sie ist die leibliche Mutter. Doch die beiden Söhne, Pelle und Lasse, sind keine Zwillinge. Warum?“

Auf einmal waren „Öl und Akquavit von gestern“ vergessen. Ein Ruck ging durch die Truppe. Wie sollte so etwas denn möglich sein?

Und plötzlich…. (Nein, es sind eineiige Zwillinge. Nein, es hat nichts mit Sternzeichen zu tun. Nein, sie haben den gleichen biologischen Vater“.)…. hatte ich die Lösung.

Ja, es waren keine Zwillinge.

Denn es waren Drillinge!!!

Was Aspirin und Kaffee nicht geschafft hatten, der Inhalt von „lateral thinking“ machte mich hellwach. Und er begeisterte mich. Daran hat sich bis heute nicht geändert.

Ich habe Bücher über „lateral thinking“ – so heißt Querdenken auf englisch gelesen. Habe Kurse mitgemacht. Firmen besucht, die querdenkerisch sind (z.B. Apple in Cupertino). Geredet, gelernt, gestaunt.

Erst war „Quer-Denken“ ein Hobby, dann eine Leidenschaft. So war es nur logisch, dass dann daraus auch mein Beruf wurde.

Seit 2008 habe ich hunderte von Workshops, Seminare und Vorträge über Querdenken, Kreativät und Innovation „absolviert“.

Vor 15 Menschen.

Vor 1.500 Menschen.

Ich habe angefangen, „Querdenkereien“ zu schreiben, die sich bis heute mehr als 100.000 fach

Verkauft haben.

Im Laufe der Zeit habe ich Partner gefunden, die mit mir das „Querdenker-Network“ bilden.

Querdenken – Der Luxus, selbst zu denken.

Eine Checkliste

„Moment mal“, sagst Du jetzt vielleicht.

Selbst zu denken, das ist für mich selbstverständlich!

Ist es so?

Lass uns mal einen kleinen Test machen:

Eine Quer-Denkerin, ein Quer-Denker“

  • ist ein Chamäleon, wandlungsfähig und eigensinnig
  • stellt den Menschen in den Mittelpunkt
  • ist bereit, Risiken einzugehen
  • ist offen für ALLES und JEDEN
  • ist verwundbar verliert aber sein Ziel nicht aus den Augen
  • lebt im Hier und Jetzt (und fischt nicht in der Vergangenheit)
  • ist selbstbewusst und kommunikationsfähig
  • ist spielfreudig, kennt die Regeln und weiß, wie man sie ändert
  • ist bereit, in die Extreme zu denken
  • stellt Grenzen, Tabus und bestehende Ordnungen in Frage
  • fällt hin, steht auf, geht weiter (aber nicht in Spuren, die andere hinterlassen haben)
  • kann verlieren, will aber immer gewinnen
  • denkt anders, denkt das „Andere“
  • ist authentisch

Na, wie viele Punkte treffen auf Dich, auf Sie zu?

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